Kammern

Der Herkulesturm enthält den inneren Kern des römischen Leuchtturms, der mit der Besonderheit ausgestattet ist, in drei Stöcke mit jeweiligen vier Kammern unterteilt zu sein. Diese so charakteristische Aufteilung scheint keine Besonderheit des Herkulesturms zu sein, da andere ähnliche Beispiele, wie dem nicht mehr existierenden Leuchtturm von Leptis Magna (Libyen-Afrika), eine ähnliche Aufteilung des Innenraumes aufweisen.

Der Turm ist in drei Stockwerke unterteilt, die von jeweils unterschiedlicher Höhe sind: von 9,20 m, 9,60 m und 14,35 m. Jedes Stockwerk weist eine ähnliche Verteilung auf, mit vier viereckigen Kammern und einem Eingang von 2,70 m Breite. Jeder dieser Räume wurden von Tonnengewölbe bedeckt, wobei drei bei der Konstruktion der inneren Treppe abgebaut wurden.

Die Trennmauern sind von 1,5 m Breite, die gleiche Breite, die ursprünglich die Außenmauern des Kerns des römischen Turms aufwiesen. Heute, ist die Mauer dicker, da die Konstruktion 1788 und 1790 außen mit einem Schutz aus einwandfreier Haussteinmauer verkleidet wurde, sodass sich die römische Struktur verkleidet an diesen Leuchtturm durch perfekt passende halbverbrannte Holzteile schmiegt. Als Resultat wuchs die Breite der Mauer von 1,50 m auf 2,10 oder 2,15 m, die sie heute hat.

Die Kommunikation zwischen den Kammern jedes einzelnen der drei Stockwerke wurde ursprünglich über eine Querverbindung Ost-West und immer zwei zu zwei ermöglicht, mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen vier Räume desselben Stockwerkes zu vermeiden und auf diese Art und Weise die Verbreitung eines möglichen Brandes zu erschweren und zugleich Wiederstandskräftiger im Falle eines Angriffs zu sein. Der Eintritt von außen in jede einzelne Kammer war durch Tore möglich, die von der schraubenförmig hinaufgehenden und den Kern des Turms umlaufenden Rampe abgingen und so den Aufstieg zum höchsten Punkt des Turms ermöglichten. Es ist davon auszugehen, dass das Brennholz, dass das zur Orientierung der Schiffe entfachte Feuer nährte, durch die Rampe hinaufgehievt wurde. Diese Funktion der externen Rampe ist auch im Leuchtturm von Forum Julii o Frejus dokumentiert.

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